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Top 10 Classics
| 1. Schöpfung (Haydn) |
| 2. Requiem (Verdi) |
| 3. Wohl mir, dass ich Jesum habe (Bach) |
| 4. Le Nozze di Figaro (Mozart) |
| 5. Pastorale, 5.Satz (Beethoven) |
| 6. Wachet auf ruft uns die Stimme (Bach) |
| 7. H.M.S. Pinafore (G & S) |
| 8. Egmont Overtüre (Beethoven) |
| 9. Hornkonzerte (Mozart) |
| 10. Immortal, Invisible (Smith) |
All Time Favourites
| 1. Roxette |
| 2. Queen |
| 3. Billy Joel |
| 4. Robbie Williams |
| 5. Genesis |
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Lyrischer Sopran
Angefangen... habe ich mit 10 Jahren im Kinderchor St. Josef. Unter Frau Barbara Broll bekam ich Stimmbildungsunterricht, wurde Solist und Korrepetitor im Jungen Chor und schließlich im Kirchenchor St. Josef, den ich noch heute als ehemalige Stimmführerin Alt unterstütze.
Am Gymnasium... habe ich im Unter- & Oberstufenchor gesungen und an mehreren Opernprojekten teilgenommen. Mit 3 Freundinnen gründete ich ein Vokalensemble, das an verschiedenen Orten zum Einsatz kam...
Während des Studiums... trällerte ich im Passauer Domchor, mit der größten Kirchenorgel der Welt im Nacken. Nach dem Singen des Verdi-Requiems mit dem Heinrich-Schütz-Ensemble in Passau, unterstützte ich für ein halbes Jahr die "Hill Voices" an der Universität in Durham und den Kirchenchor der katholischen St. Mary's Church in Edinburgh.
Momentan... singe ich im Sopran des Kirchen- ünd Konzertchores St. Maximilian im Münchener Glockenbachviertel. Natürlich gestalten wir in unserer Gemeinde die großen Gottesdienste im Kirchenjahr. Aber wir veranstalten daneben regelmäßig spektakuläre Konzerte. Das Münchener Publikum kann uns u.a. im Herkules-Saal der Residenz, im Gasteig oder der Allerheiligen-Hofkirche hören. Ein Highlight war 2010 beispielsweise auch der Auftritt auf dem Ökumenischen Kirchentag in der großen Messehalle in Riem. Aber in anderen Städten bis runter nach Italien feiern wir ebenfalls immer wieder erfolgreiche Gastauftritte. Derzeit umfasst das Ensemble ca. 60 Sänger aller Altersstufen. Unser Chorleiter Gerald Häussler ist selber Mitglied des Bayerischen Rundfunkchors und Dozent an der Münchener Musikhochschule. Wir musizieren stets mit hochkarätigen Solisten und Ensemblemitgliedern der besten Münchener Orchester.
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Instrumente & Tanz
Mein eigentliches Instrument ist seit 1992 das Klavier. Zählt man andere Fragmente dazu, wären noch Gitarre, Pauke (Schulorchester), diverse Percussionsinstrumente, Keyboard sowie Blockflöte zu nennen. Bei Gottesdiensten durfte ich mich schon am Schulharmonium oder der Kirchenorgel von St. Josef in Oldenburg versuchen.
Meine Ballettkarriere begann 1987, an der Universität wurde daraus dann HipHop. Auf diese Weise ertanzte ich mir auch mein erstes Clipping am 5. Juni 1989 (NWZ): "Die "Ballettküken" waren eine Attraktion des Jubiläumsfestes der Oldenburger St.-Peter-Siedlung im Stadtsüden, die am Wochenende auf ihr 40jähriges Bestehen zurückblickte."
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Studienprogramm im In- & Ausland
Während meines Aufenthaltes in Schottland fand ich schnell Anschluss bei einer kleinen, aber feinen Gruppe von Sängern in der Gemeinde St. Mary in Edinburgh. Jeden Sonntag standen unter Leitung von Roderick Bryce v. a. lateinische Messen auf dem Programm, donnerstags nach der Probe dagegen meist eine nette Plauderei in der Barony Bar.
Mit dem Passauer Domchor schaffte ich es derweil sogar ins regionale Fernsehen. Der Sender Teleregional Passau berichtete ausführlich über die Weihnachtsmesse des Domkapellmeisters und Chorleiters Gerhard Merckl.
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"Große Masse mit riesiger Klasse" (Hermann Schmidt, PNP 26.11.2002) |
Dreimal das Verdi-Requiem mit den vereinten Chören Musikfreunde Passau und Heinrich-Schütz-Ensemble Vornbach
Es gibt Fälle, in denen Masse (im Gegensatz zu Wein) auch Klasse haben kann: Die erste hoffentlich noch vieler Fusionen des Chores der Gesellschaft der Musikfreunde Passau mit dem Heinrich-Schütz-Ensemble Vornbach führte diese Erkenntnis während dreier Aufführungen der "Messa da Requiem" von Giuseppe Verdi am vergangenen Wochenende (in Ried/OÖ und St. Peter, Passau) eindrucksvoll vor Augen und Ohren.
Das eigentlich Erstaunliche bei diesem Ereignis ist über künstlerisch hohes Niveau hinaus vor allem in der unglaublichen Tatsache zu sehen, Derartiges sozusagen aus eigener Kraft zu schaffen. Das aus drei benachbarten Regionene (Ostbayern, Oberösterreich und Böhmen) gespeiste Euregio Symphonie Orchester - hier in beeindruckender Masse vertreten - rückt die entsprechende Bewunderung in die Nähe von Wunderglauben. Wenn der unermüdliche Gründer und Erhalter dieses Apparates, Hermann Girlinger, da Stolz empfindet, wrid es ihm keiner als Eitelkeit auslegen. Das jenseitsvisionäre Verdi-Requiem rückte da immer wieder den Gedanken an einen Festspielchor und ein Festspielorchester für die Europäischen Wochen Passau näher. DAs ohnehin kaum zu fassende Potenzial ist vorhanden, den guten Willen dazu sollte die Politik schnellstens einfordern. Wenn man da mit Kultur eh schon wenig am Hut hat, wäre zumindest der Rechenstift ein überzeugender Richtungsweiser.
Der Dirigent Jeanpierre Faber ist offensichtlich kein Freund romantisierender Schnörkel. Seine Vorstellung von diesem gewaltigen Werk, das musikgeschichtlich im Genre Pyramiden-Bedeutung hat, ist offenbar sehr stark an der rationalen Musizierweise Toscaninis orientiert. Keine Mätzchen, schnelle Tempi, keine Weinerlichkeit, Substanz. Aber eben auch nicht gefühllos. Man mag ja über derartige emotionale wie mystische "Diät" rechten. Wenn sie aber konsequent durchgehalten wird - wie erlebt -, ist sie auch wahrhaftig und führt zum Guss der fabelhaft klingenden Glocke.
Faber hatte den riesigen Apparat ohne große Dirigenten-Attitüde (am Sonntag in St. Peter) voll im Griff. Der riesige Chor bot aus der exakten Einstudierung von Martin Steidler Wundervolles an klarer Artikulation, Substanz vom feinsten Pianissmo des geheimnisvollen Beginns bis zur höchsten Kraftentfaltung (ohne Schrillheit) im "Dies irae". Dafür sorgten viele junge Stimmen und gewaltiges persönliches Engagement, Anspannung und daraus resultierender Ausdruck. Es gab Momente, in denen sich beim Zuhörer Muskelkontraktionen einstellten. Verdi war körperlich erfühlbar, auch über das hoffentlich reichlich bekannte Rieseln über den Rücken. Dazu gab es reichlich Anlass. Es gibt ja viele Schlagworte für dieses Werk. George Bernard Shaw meinte, das Requiem sei "Verdis größte Oper" und Hans von Bülow sah darin eine "Oper im Kirchengewande". Eine Ansicht, die er später in einer kniefälligen Entschuldigung gegenüber Verdi revidierte, weil ihn Brahms darob einen "Esel" hieß. Tiefer, inniger, persönlicher und weltsichtiger mit dem Blick auf die andere Welt ist Glauben in der Msuik kaum jemals ausgedrückt worden.
Das ganze Aufgebot hat das bis zur Erschütterung vermitteln könnnen. Soll man da noch über so kleine Störfaktoren reden, die vor allem vom stimmlich homogenen, aber leider musikalisch nicht befriedigenden Solistenquartett ausgingen? Muss man wohl, weil es da zuweilen fundamentale Mängel gab an Espressivo und Intonationssicherheit. Wenn bei der dritten Aufführung (Gegenstand dieser Rezension) der sehr schön klingende Tenor Grigori Makharadze mit der - zugegeben schwierigen - Chromatik der Solisten-Quartette immer noch nicht zurechtkommt, ist das ein Problem der Musikalität. Aber zwei vorausgegangene Aufführungen des gewaltigen Werkes mögen andererseits auch ihren TRibut gefordert haben. herausragend präsentierte sich jedenfalls Xiaoliang Li, packend mit seinem rabenschwarzen Requiem-Bass. Die Altistin Monika Waeckerle hielt hohen Standard, die mehr geforderte und eigentlich wundervoll timbrierte Sopranistin Mishelina Kobaliani nicht immer. Sie verschenkte billig alle Gefühlsmasse, die ihr Verdi in die Kehle gelegt hat. Fazit: Das Quartett war letztendlcih der großen Sache nicht ganz gewachsen. Rechten mag man auch ein wenig über die von der chorischen Wucht manchmal unterdrückten Streicher. Dagegen hatten die Bläser alle Strahlkraft. Faber zauberte stetig das erwartete Verdi-Brio, erreichte aber nicht immer die als ideal anzusehende Klangbalance. Aber wem wäre das jemals restlos gelungen? Am Ende verdient stehende Ovationen.
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Liebfrauenschule
Im Musikzweig und im Leistungskurs Musik habe ich an vielen Aufführungen teilgenommen, sei es als Sängerin oder Paukistin des Schulorchesters.
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"Schulkonzert mit Jugendlichen auf einem hohem Niveau "(Ines Lücke, NWZ 1995): |
"Eine eindrucksvolle Vorführung der Möglichkeiten, mit Jugendlichen auf hohem Niveau zu musizieren, war das Konzert der Liebfrauenschule in der Peterkirche. Prächtig und kraftvoll in blitzsauberer Intonation eröffnete das Trompetenensemble den Abend mit einer Fanfare von Carl Philipp Emanuel Bach [...]
Wer dachte, dass der Chor sich mit dem "Ave verum" von Mozart und dem "Magnificat" von Francesca Durante zu viel vorgenommen hatte, wurde schnell eines besseren belehrt. Mit viel Einfühlungsvermögen und der Fähigkeit, im langsamen Tempo die Bögen der Musik weit zu spannen, sang der Chor, begleitet von einem kleinen Streicherensemble, diese geniale Gelegenheitskomposition Mozarts [...]
Mit dem Stück "Wendepunkt", komponiert von der erst 16jährigen Schülerin Sarah Reuter, bot das Programm sogar noch eine Uraufführung. Erstaunlich, mit welcher Phantasiekraft diese junge Komponistin Motive,Klänge und Melodien erfindet und sie mit sicherem Gespür in eine plausible Form bringt. Mit spürbarem Elan und überzeugendem Erfolg engagierten sich die jungen Musikerinnen und Musiker für dieses Werk ihrer Mitschülerin, die auch Preisträgerin des Wettbewerbs "Jugend musiziert" ist." |
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Darüber hinaus gestaltete ich regelmäßig die Taizé-Andachten der Arbeitsgemeinschaft "Religion konkret" auf dem Harmonium bzw. der Orgel. In der nullten Stunde versammelte sich eine kleine aber feine Fangemeinde, die schließlich mit einem typischen Taizé-Frühstück belohnt wurde.
Eine weitere Aktivität während meiner Oberstufenzeit war übrigens die Englischsprachige Theatergruppe, die meine Freundin Emily und ich kurzfristig selbst weiterleiteten, nachdem uns nach sage und schreibe drei Proben das Lehrpersonal im Stich ließ.
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"Find the Lady" in Eigenregie" (NWZ 23.11.1999): |
"In Eigenregie haben neun Schülerinnen und Schüler der Englisch-Theater-Gruppe der Liebfrauenschule das Stück "Find the Lady" auf die Bühne gebracht. Diese Mischung aus Kriminalgeschichte und Komödie entstammt der Feder von Michael Pertwee. Das Stück stellt hohe Anforderungen an die Spieler. Es enthält eine menge skurriler Figuren, deren Darstellung viel Einfühlungsvermögen verlangt. Gestern feierte die Theatergruppe ihre Premiere."
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In besonderer Erinnerung blieben mir aber vor allem die beiden Opernprojekte, an denen ich teilnehmen durfte:
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Brundibár: Eine Kinderoper
mit Geschichte
Komponist Hans Krása und Künstler Adolf Hoffmeister
schreiben 1938 die Kinderoper für einen Wettbewerb des Ministeriums
für Schulwesen und Kultur der Tschecheslowakei. Die Besetzung
durch die Deutsche Wehrmacht 1939 verhindert die Uraufführung, weil Hoffmeister und Krása Juden
sind. Die Uraufführung im Winter '41 erleben beide nicht: Sie sind nach Theresienstadt deportiert worden. In Theresienstadt kommt es schließlich auch zu Aufführungen.
Geprobt wird auf dem Dachboden des Jungenkinderheims L 417, die
Premiere findet am 23.9.43 statt. Brundibár wird ungeheuer
populär mit über 55 Aufführungen im Jahr.
Immer wieder muss der Chor ergänzt werden, weil Kinder
in die Vernichtungslager deportiert werden. Aufführungen werden
für einen Kommissionsbesuch im Juni '44 und zum Dreh
eines Propagandafilmes angeordnet, danach werden fast alle Beteiligten
mit den Herbsttransporten '44 nach Auschwitz geschickt. Eine weitere
Kommission '45 zu täuschen misslingt: es sind nicht mehr genug
Kinder im Ghetto...
Anlässlich des Holocaustgedenktages führt die LFS
am 27.1.1998 die Oper mit überwältigender Resonanz auf.
Es folgt eine Tournee mit Auftritten in Niedersachsen. Höhepunkt ist die Aufführung
in der Kirche zum Heiligen Kreuz in Berlin. Unter den rund 500 Zuschauern
sind Überlebende, deren Schicksal mit der Oper verbunden
ist. Die LFS wird aufgrund unserer Berlin-Aufführung
vom Verband "Jeunesses Musicales" für eine Europatournee
ausgewählt.
Die Handlung:
Die armen Kinder Aninka und Pepícek wollen Straßenmusik
machen, um Milch für ihre kranke Mutter zu kaufen. Gegen den
bösen Leierkastenmann Brundibár haben sie allerdings
erst eine Chance, als 3 Tiere ihnen helfen, viele andere Kinder
für einen lauten Chor zusammenzuholen.
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"Dido and Aeneas" (H. Purcell)
Diese englische Barockoper wird an der LFS 1999 aufgeführt. An der Produktion sind Oberstufenchor, Tänzer, Kammerorchester und ein gemischtes Solistenensemble beteiligt. Ich spiele eine Hexe.
Es ist die früheste englische Oper, die heute noch regelmäßig aufgeführt wird. Die Uraufführung findet 1689 in Josua Priests Mädcheninternat, Chelsea statt. |
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Kinderchor
30.8.90: Frau Barbara Broll gründet den Kinderchor St. Josef. Im Laufe der Jahre sind jede Menge Auftritte zusammen gekommen, nicht nur unser legendäre Krippenspiele. Inzwischen habe ich außer der Maria schon so ziemlich jede Rolle gesungen: Wirt, Hirt, Engel und sogar Joseph.
Größere Projekte: "Hänsel und Gretel" (92), "Helmut bei den Räubern" (93), "Der Igel als Bräutigam" (94, rechts). Außerdem gestalten wir regelmäßig das Cäcilienfest des Chors (95, links: "Katzenduett"). |
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Meine schwierigste Rolle...
...war die ägyptische Mumie. Auf einem Chorfest
sollte ich "In der Bar zum Krokodil" singen und dafür in meterlange Bandagen eingewickelt
werden. Die Bewegungsfreiheit war soweit eingeschränkt,
dass ich auf einer Karre in den Saal geschoben wurde. Beim Wiederholungsauftritt
auf dem Pfarrfest blieb mir das Einbalsamieren des Kopfes erspart, da dies Koordinationsprobleme mit
sich brachte. Ich war halt jung und brauchte das Geld...
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"Eine lebhafte Gemeinschaft" (Ursula Prettin, NWZ vom 03.01.2002) |
"Ein besonderer musikalischer Genuss war einmal mehr der Auftritt des Chores der Kirchengemeinde St. Josef/St. Ansgar in der Bümmersteder St. Josef-Kirche am zweiten Weihnachtstag. Unter der Leitung ovn Barbara Broll begeisterte der Chor, der rund 60 Mitglieder hat, die rund 500 Zuhörer unter Mitwirkung von Mitgliedern des Oldenburgischen Staatsorchesters und Solisten mit der "Paukenmesse" von Joseph Haydn und dem "Magnificat" von Wolfgang Amadeus Mozart. Damit beschloss der Chor ein besonderes Jubiläumsjahr, denn er ist inzwischen 50 Jahre alt.
"Es mag den vielen Vertriebenen damals ein tiefes Anliegen gewesen sein, aus der Misere ihrer wahrlich nicht einfachen Situation eine Tradition in die neue Heimat zu übernehmen, die ohne Zweifel ein großes, positiv besetztes Gut aus alten Tagen darstelle", schreibt Pfarrer Gregor Stratmann in der Jubiläumsschrift. So berichteten langjährige Chormitglieder, wie ihre Väter und Mütter in ihrem Fluchtgepäck Chornoten und -sätze mitgenommen hätten, um auch in der neuen und fremden Heimat nicht auf das feierliche Gotteslob verzichten zu müssen. "Unser Krichenchor steht unter diesem Diktum, erwachsen aus eigener Geschichte, und trägt es mit viel Kompetenz auch in die Zukunft unserer Gemeinde, ja, inzwischen weit über deren Grenzen hinaus."
Der Chor begann unter der Leitung von Hubert Jänsch mit etwa 15 Mitglieder. Die Zahl ist inzwischen auf rund 60 angewachsen. Es war von Anfang an eine lebhafte Gemeinschaft, wie Pfarrgemeinderat Heinz wingbermühle feststellt. "Der Chor war und ist keine gesichtslose Einheit, sondern eine Gruppe von Menschen, die sich für eine Sache begeistern: die geistliche Musik", stellt er fest.
Seit 1987 leitet Barbara Broll den Chor. Seither hat er achtzehn Mal in Festgottesdiensten klassische Messen mit Orchesterbegleitung gesungen. "Trotzdem verstehen wir uns nicht als Konzertchor, sondern wir sind ein Krichenchor und wollen es bleiben", betont sie. "Ich verstehe uns als positive Gemeinschaft, ein soziales Gebilde, das Menschen aller Alters- und Berufsgruppen vereint und einen wichtigen Beitrag zur Farbigkeit unserer Gemeinde leistet."
1990 wurde der Kinderchor, der acht Jahre bestand, unter Leitung von Annette Broll ins Leben gerufen. Neben Kirchenarien, Messen, Kinder- und Weihnachtsliedern wurden auch Schlager, Evergreens und Musicalsongs gesungen. "Mit Bonbons und kleinen Überraschungen aus der Schatzkiste wurden wir bei Laune gehalten", erinnert sich Annika Wingbermühle an die schöne Zeit." |
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